Das Bär treven in Bleialf – Ein lebendiges Stück Tradition
Am Dienstag nach Karneval, wenn sich der Trubel der närrischen Tage langsam legt, beginnt in Bleialf ein ganz besonderer Brauch, der tief in der lokalen Kultur verwurzelt ist: das traditionelle Bärtreiben.
An diesem Tag ziehen die Junggesellen des Ortes – ab 16 Jahren – gemeinsam mit dem sogenannten „Bär“ durch die Straßen. Der „Bär“ ist kein echtes Tier, sondern ein junger Mann, der symbolisch in die Rolle schlüpft: Mit dem Oberkörper in einem großen Sack steckt er wie ein zotteliger Bär, geführt an Seil oder Kette – begleitet vom Lachen und der Neugier der Dorfbewohner.
Vor jeder Haustür wird das traditionelle Bleialfer Lied angestimmt – laut, fröhlich und voller Lebensfreude.
Als Dank für den Besuch gibt es Schnaps oder Bier, ein Zeichen der herzlichen Gastfreundschaft. Zusätzlich sammeln die Junggesellen Eier und Geldspenden, die ihnen von den Bewohnern überreicht
werden.
Nach dem Rundgang werden die gesammelten Eier gemeinsam zubereitet – meist als großes Rührei oder Omelett. In geselliger Runde wird gegessen, erzählt, gelacht und gefeiert. Musik und Geschichten runden den Tag ab und machen ihn zu einem echten Erlebnis.