Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Bleialf

Nähert man sich dem Ort Bleialf, so sieht man aus allen Richtungen
die katholische Pfarrkirche, die das Ortsbild prägt. Der "Schneifeldom"
wie er auch genannt wird ist das sichbare Zeichen einer langen geschichtlichen
Entwicklung vom Mittelalter bis zum 21.Jahrhundert.

Vom Marktplatz aus sehen wir den Torbogen und die noch vorhandenen Reste der alten Friedhofsmauer, die den Kirchenbering abschloss.

Die Pfarrkirche gliedert sich in die alte 1496 gebaute Stufenhalle mit 5/8 Chor, den Neubau aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts und den imposanten Turm mit einer Höhe von 41 mtr.
Bei den Retaurierungsarbeiten 1980 bis 1982 wurde im Chorraum der alten Kirche eine figürliche Ausmalung freigelegt. Dargestellt sind die Zehn Gebote im Wechsel mit den Zehn Plagen Ägyptens und die Krönung der Gottesmutter Maria im Himmel.
Auf dem Bild ist die Übertretung des zweiten Gebotes dargestellt. Wir erkennen Moses mit den Gesetzetafeln (als Folge eines Übersetzungsfehlers carnutu = gehörnt anstatt verklärt), einen Mann mit roten Strümpfen bei der Ablegung eines Eides. Gott wird als Zeuge angerufen bei der Ablegung eines Meineids.

In dem neuen Teil der Kirche sehen wir den spätgotischen Hochaltar von 1540 mit der Darstellung des Lebens Jesu von der Geburt bis zu seiner Auferstehung.
Das Deckengemäldevon 1979 von Arnold Mrziglod, Tholey zeigt die Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel.

Eine ausführliche Beschreibung der Pfarrkirche und der KApellen der Pfarrei ist in der Reihe Rheinische Kunststätten erschienen.
Franz Meier: Maria Himmelfahrt in Bleialf und Filialkirchen, Hrsg.: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Köln Heft 512, Köln, 2009.
Kirchenführungen nach Absprache:
Franz Meier, Bahnhofstr. 17, 54608 Bleialf,
Tel.: +49(0)6555 - 293. E-mail: franz.r.meier@web.de
