Bombenentschärfung mit Teilevakuierung am Samstag 14.01.2012

Bombenentschärfung verlief nach Plan,
um 14.15 Uhr war die 5 Zentner schwere "Altlast" entschärft
Punkt 14 Uhr, exakt nach Plan, legten die Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst (KMRD) in der Bleialfer Bahnhofsstraße los. Dann dauerte
es noch knapp 15 Minuten, und die Weltkriegsbombe mit zwei Aufschlagzündern war unschädlich gemacht. Bereits zuvor hatte Entschärfer Frank Bender vom KMRD gesagt, die beiden Zünder seien recht
unproblematisch zu handhaben.
Gefährlich blieben sie trotzdem – deshalb mussten um die Mittagszeit etwa 400 Menschen ihre Häuser verlassen und sich aus der Gefahrenzone begeben. Viele kamen bei Verwandten oder Bekannten unter,
andere nutzten den Ausnahmezustand, um einen Ausflug zu machen. Weitere Bürger, darunter einige ältere Menschen, brachten die DRK-Helfer ins im Gemeindehaus in Großlangenfeld, wo sie verpflegt und
betreut wurden.
Die Bleialfer, sagte Ortsbürgermeisterin Edith Baur zum TV, seien gelassen mit der Situation umgegangen, da bereits die Entschärfung der im Jahr 2010 bei Arbeiten am Dorfplatz gefundenen Bombe
perfekt gelaufen sei. Einige ältere Anwohner hatten sogar darauf verzichtet, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Bombe von 2010 war mit 500 Kilogramm Gewicht doppelt so schwer und gefährlich wie
der vergangene Woche im Dorf entdeckte Sprengkörper.
Etwa 100 Leute hatten die Betreuungs- und Evakuierungskräfte nach Angaben von Peter Hillen vom Ordnungsamt der VG Prüm im Einsatz: DRK, Feuerwehren, Polizei, Straßenmeisterei und Technisches
Hilfswerk waren am Einsatzort und in Großlangenfeld eingeteilt. Die Einsatzzentrale der Evakuierungskräfte befand sich ebenfalls am Gemeindehaus im Nachbardorf.
Die 250 Kilogramm schwere Bombe war bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Raiffeisen-Warenzentrale gefunden worden, als Arbeiter dort einen Entwässerungskanal legen wollten. Sie lag nur wenige Schritte
vom Gehweg entlang der Bahnhofstraße enfernt
Quelle: Trierischer Volksfreund online
